Marokko’s Orient

Kurz bevor wir losfahren, sieht Martin drei Fahrzeuge vorbeifahren, die unsere Nachbarn aus Saidia gewesen sein könnten. Wir werden sie kaum einholen, die fahren etwas zügiger als wir. Auf halbem Weg nach Figuig, unserem Ziel, treffen wir sie dann zufälligerweise in Bouarfa. Wir sehen uns an einem großen Kreisverkehr in der Stadt und parken bei den Cafés. Sie waren bereits gestern in Figuig, finden es dort doof und öde, Siggi ist es außerdem zu kalt hier im Osten. Also haben sie kehrt gemacht und streben Richtung Mitte bzw. Atlantikküste. Wir wollen trotzdem dorthin, schon auch, um den Abstecher nach Ich(e) zu machen, einem Ort direkt an der algerischen Grenze, den nicht einmal alle Marokkaner kennen. Zuerst trinken wir aber noch gemeinsam einen Espresso. Bouarfa ist recht gepflegt, man sieht die Investitionen der Emirate, die u.a. Wohnungen für Arme errichtet haben. Es gibt wohl verwandtschaftliche Beziehungen zum marokkanischen Königshaus.

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Marokko in Farben

Wie Ihr bereits gesehen habt, war das Wetter in Chefchaouen zwischendurch recht mies. Es hat gegossen, die Bäche sind nur so über den Platz geströmt. Wir harren aus, weil wir nochmal in Ruhe in den Ort möchten. Oh, und das lohnt sich. Die aus der Ferne weiß am Hang liegende Stadt entpuppt sich im Innern als blaues Idyll, sie heißt auch die blaue Stadt. Sogar das Pflaster im Kern, in der Medina, ist teilweise blau und wird jedes Jahr neu eingefärbt. Dieses Blau findet sich im ganzen Ort an Fassaden, unglaublich schön. Ein bisschen touristisch ist es hier schon, das erkennt man auch an den vielen Tuch- und Lederläden, aber man wird größtenteils in Ruhe gelassen. So können wir ganz gemütlich durch die sich den Berg hinab windenden Gassen wandeln.

Wir dürfen jederzeit die Läden oder Werkstätten fotografieren. Die Eigentümer wollen meist nicht selbst auf dem Bild sein, freuen sich aber, dass ihr Laden ein Foto lohnt. Da wir zur Zeit kaum zu Mittag essen, findet unser Abendessen früher statt. In der Dämmerung sitzen wir vor einem Lokal auf dem Platz im Zentrum. Der Muezzin ruft, und wir können zuschauen, wie sich die Gläubigen zügigen, aber ruhigen Schrittes, in die nahe liegende Moschee begeben. Alles leert sich, kaum mehr ein Mensch auf der Straße, eine ganz friedliche Atmosphäre.

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Alles hat ein Ende, auch Europa…

Nämlich unter anderem an der Südspitze Spaniens. Wir haben Ute und Peter verlassen und fahren Richtung Gastankstelle. Wir kommen trotz Adapter nicht zurecht und bitten den Tankwart, uns zu helfen. Das macht der auch. Trotzdem kommt kein Gas. Dann endlich nach mehrfachem Drücken strömt das Gas in die Flaschen, knapp 27 Liter, das passt. Wir haben mit zwei Flaschen eine Kapazität von 28 Litern. Erste Aufgabe des Tages erledigt. Weiter geht’s Richtung Tarifa an den Hafen. Leider können WoMos dort nirgends parken und wir suchen uns in der Nähe einen Halt. Sicherheitshalber – wir stehen schon weit raus aus der PKW-Parklücke – bleibt Martin bei Trolli. Claudi geht in den Hafen und kauft Tickets für die Überfahrt nach Marokko.  Weiterlesen