Adieu Maroc

Nachdem wir wie beim letzten Mal bei Rissani links abgebogen sind, müssen wir nach 50 km wieder über einige kilometerlange Schlaglochpassagen. Das ist anstrengend, aber wir haben Zeit und passen unser Tempo an die Piste an. Allerdings ist mehr Verkehr, so viele WoMos sind uns selten entgegen gekommen, und die Marokkaner überholen bei jeder Gelegenheit, egal,ob wir gerade um die größten Löcher kurven müssen. Uschi und Klaus wollen wir die Wellblechpiste nach Zagora nicht zumuten, weshalb wir danach weiter nördlich auf der offiziellen Route über Nekob fahren. Die letzten 30 Kilometer, nach der Abbiegung Richtung Agdz, am Ende des Draa-Tals ziehen wir rund 30 R5 hinter uns her, die hier zur Zeit ihre Spaß-Rallye in Marokko machen. So kommt auch der Radar-Polizist im nächsten Ort nicht auf seine Kosten, weil gerade nichts mit durchrasen ist. Wieder machen wir Halt in Agdz. Der Platz ist voll, aber wir können uns noch gut hinstellen. Gaelle, die französische Besitzerin, wundert sich, dass wir schon wieder da sind, aber natürlich freut sie sich auch. Uschi und Klaus machen mit ihr die Kasbah-Besichtigung, die ihnen genau so gut gefällt wie uns.

Weiterlesen

Um den Atlas in die Königsstädte und zurück in unsere schöne Wüste

Und schon haben wir die nächste Verabredung. Sie führt uns Richtung Norden. Aber hinter Marrakech wollen wir erst mal unseren armen Trolli vom Dreck befreien. Die erste von uns angefahrene Tankstelle mit Waschanlage ist nicht besetzt. Der Hüter von Restauarnt, Tanke und Waschanlage erzählt, dass heute Souk im Nachbardorf ist, keiner da, um das Auto zu waschen. Kurzerhand ergibt sich auf die Frage, seit wann wir hier sind und ob es uns gefällt, ein Gespräch über Gastfreundlichkeit und Islam. Der Marokkaner sagt, hier in Marokko, das ist der richtige Islam. Nicht in Syrien und anderswo. Hier leben wir alle zusammen, Muslime, Juden und Christen. Es ist egal, welcher Religion du angehörst. Wir Menschen sind alle gleich und respektieren einander, und der Islam lehrt nicht, was die Extremisten von sich geben. Puh, das hört sich schön an, und wir hoffen, dass Marokko diesem Mann weiterhin folgt. Gewaschen wird Trolli dann ein Stück weiter, bei unserer Lieblingstankstelle Afriquia.

Weiterlesen

Marrakech – Augen, Ohren, Nase: aufgepasst

Unser Campingplatz liegt einige Kilometer nördlich der Stadt, weshalb wir uns den ‚Luxus‘ gönnen und mit dem Taxi zum Riad fahren. Der Taxifahrer kennt das Riad nicht. Zum Glück haben wir unsere offline Karte auf dem iPhone dabei, wir zeigen ihm, wo das Riad liegt. Hmm, er kennt den Palais de Bahia, da liefert er uns ab, ob das in Ordnung sei? Ja, schon erst mal. Wir fahren los. Unsere Hoffnung, er möge uns dann dort nach unserer Karte näher an’s Riad heranfahren, zerschlägt sich. Wir werden bei den Taxifahrern rausgelassen, beschweren uns aber auch nicht, da es laut Karte nicht weit zum Riad ist. Aber jetzt stehen wir erst mal hier, auf einem kleinen Platz, auf dem richtig was los ist. Unzählige Mopeds brausen an uns vorbei.

Weiterlesen

Marokko’s Wüsten und Berge

Wieder empfängt uns die karge und schöne Wüstenlandschaft. Einen Teil der Strecke müssen wir dann doch erheblich langsamer fahren, die Straße ist mit Schlaglöchern nur so gepflastert. Zum Mittagsbrot suchen wir uns ein Halteplätzchen gut 500 m vor dem nächsten Dorf. Aber kaum sind wir ausgestiegen, recken und strecken die Glieder und blinzeln in die Sonne, kommt schon ein Junge mit seinem Radl daher und möchte Geld oder Kuli oder Luftpumpe oder oder oder. Unser Kulivorrat geht verdächtig zur Neige, wir können nicht immer etwas verteilen. Geld geben wir nicht. Er hält zwar Abstand, ist aber recht hartnäckig. Und schon erspähen wir, das vom Dorf nun eine ganze Meute Kinder mit wildem Geschrei auf uns zugerannt kommt. Ok, wir verkürzen unsere Pause, dieser Schar werden wir kaum Herr, dann ist das Auto leer. Einige rennen sogar noch dem fahrenden Trolli hinterher. Diese Situationen sind nicht immer ganz einfach. Allerdings muss man bei einer zu großen ‚Meute‘ auch aufpassen. Gerecht kann es dann kaum mehr zugehen und allzu viel haben wir nicht zu verteilen.Vom letzten Stück nach Zagora wissen wir nicht, ob es fertig ist. Die offizielle Route macht einen Schlenker. Wir fahren jedoch die Abkürzung. Im nächsten großen Ort wird uns abgewunken. Trotzdem fahren wir weiter. Es soll eine Piste, aber keine richtige 4×4-Strecke sein. 
Nach dem letzten schönen Teer dann tatsächlich das Ende. Nach Zagora sind es nun noch gut 60 km, wollen wir das wirklich hier fahren? Mit langsamen 20-30 km/h locken wir Trolli auf die ruckelnde Piste, die schon viel Wellblech bereit hält. Die Landschaft ist einmalig schön und einsam, das Nachmittagslicht tut wie immer das Seine dazu. Wir fahren weiter, Trolli und wir gewöhnen uns an das teils doch heftige Rütteln, mit dann 50 km/h fährt sich Wellblech besser, zu langsam rüttelt viel mehr.

Weiterlesen