Auf dem Weg in die Heimat

buganvillaLeider ist der ansonsten gute Stellplatz (WCs, Duschen, heiße Spüle, Waschmaschine) bei Murcia recht laut, viel Verkehr drumrum auf der Umgehungsstraße und dazu keine vernünftigen Spaziermöglichkeiten. Also verweilen wir nicht allzu lange. Auf dem Weg nach Valencia halten wir noch drei Nächte auf einem Platz ca. 60 km südlich. Auch gut ausgestattet für den Preis (8.- EUR exkl. Strom). Aber sehr stark in der Hand von Überwinterern, die wohl immer und ewig hier sind. Wir nutzen die Lage direkt hinter der Düne am Strand für unsere Spaziergänge. Aus Marbella hören wir von Ute, dass es, seit wir los sind, fast nur regnet, kaum ein Sonnenstrahl, Trauer ob unserer Abreise? 😉
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Arrivederci und Buenos días

Wie sagt man so schön, wir haben unsere Träume wahr gemacht. Und als wir Euch spaßeshalber im letzen Bericht von der Sonne und dem Bootsausflug schrieben, hatten wir das tatsächlich noch nicht geplant! trapani2Die Luftfeuchtigkeitsanzeige im Trolli geht seit Wochen kaum mehr unter 80%. Die vergangene Woche lag sie meist bei 85-90%. Das hat uns nun endgültig gereicht. Rahmen von Tür und Kofferraum sind jeden Morgen tropfnass. trapani1Laut Wetterfrosch gibt es Aussicht auf Sonne, aber wohl auch nur kurz. Wir glauben nichts mehr und fahren nach kurzer, abendlicher, nicht abgeschlossener und morgens wieder aufgenommener Diskussion gegen 11 Uhr los. Viel Müll auf den umliegenden Straßen, als wir Palermo passieren. Gemischtes Wetter begleitet uns durch die schöne und abwechslungsreiche Landschaft Nordsiziliens. Gegen halb vier kommen wir auf dem Festland an, nachdem wir in Messina nicht sehr lange warten mussten. Der Regen nimmt zu, wir fahren bis Lamezia Terme, gehen aber nicht mehr in die Therme. Wir sind zu müde, und inzwischen gießt es heftig. Der dortige Stellplatz ist sehr wasserbestanden, wir weichen auf einen öffentlichen Parkplatz aus.  Nächster Tag, weiter geht’s um 8 Uhr. Weiterlesen

Von den alten Griechen bis zum Karneval

Zurück in Punta Secca an der Südspitze Siziliens erleben wir dann sehr wetterdurchwachsene Tage. Es stürmt und hagelt, es regnet viel. Wenn sich die Sonne zeigt, machen wir Ausflüge wie in’s schöne an den Hügeln liegende Ragusa. Da geht jedem Stuttgarter das Herz auf, Stäffele soweit das Auge reicht. Ganz interessant und steil an die Hänge der ibleischen Berge, die so typisch hier im Süden sind, gebaut. Wir fahren über Land und sehen so die vielen Trockenmauern zwischen den Grundstücken, Oliven, Wein, Feigenkakteen und vieles mehr.
Ein Tempel in der Nähe unseres Platzes ist mal wieder kein Tempel mehr, sondern nur noch ein paar Steinbrocken, zudem um diese Zeit auch noch geschlossen.
Gelegentlich versuchen wir, draußen zu essen, aber unser Platz ungeschützt recht nahe am Meer macht das zu einem ungemütlichen Erlebnis. Irgendwann haben wir das dann satt und packen unsere Sachen, es ist zu windig hier, das Meerrauschen, sonst gedämpft schöne Begleitmusik zum einschlafen macht uns ganz irre, weil so laut. Claudi hat vom kühlen Wind trotz mehrfach gewickelten Schals ein steifes Genick, Kopfdrehen geht kaum mehr, tage- bzw. wochenlanges Salbenschmieren beginnt. 
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Deutsche Ineffizienz oder italienische Langsamkeit?

…so die sehr passende Frage von Claudi’s italienischer Freundin zur Geschichte, die unten noch erzählt wird….

Noch immer sind wir in Noto. Warum, dazu gleich mehr. Unser Stellplatz-Besitzer-Clan besteht für uns sichtbar aus drei Frauen, zwei davon wohl Schwestern, mindestens einem Ehemann und wahrscheinlich einem Bruder, oder doch auch noch einem Ehemann. zitrone Wir blicken da nicht ganz durch. Der Clan ist sehr rührig, man hat Zitronen-, Orangen- und Mandelbäume, deren Früchte zum Verkauf angeboten werden. Nachdem auch Oliven angeboten werden, ist davon auszugehen, dass der Clan auch Olivenbäume hat. Die stehen nur nicht in unserer Sichtweite. Außerdem werden in einem Zelt Pilze gezüchtet. Natürlich bietet sich auch an, die unter- schiedlichste Marmelade herzustellen und zum Verkauf anzubieten. Die Limone haben wir bereits erstanden, schmeckt köstlich. Eine Orangenmarmelade haben wir von Maria, die Schwester von Michele, aus unserer Sicht der Clanchef (soweit blicken wir es jetzt), geschenkt bekommen. Wird demnächst geöffnet.  Weiterlesen