Adieu Maroc

Nachdem wir wie beim letzten Mal bei Rissani links abgebogen sind, müssen wir nach 50 km wieder über einige kilometerlange Schlaglochpassagen. Das ist anstrengend, aber wir haben Zeit und passen unser Tempo an die Piste an. Allerdings ist mehr Verkehr, so viele WoMos sind uns selten entgegen gekommen, und die Marokkaner überholen bei jeder Gelegenheit, egal,ob wir gerade um die größten Löcher kurven müssen. Uschi und Klaus wollen wir die Wellblechpiste nach Zagora nicht zumuten, weshalb wir danach weiter nördlich auf der offiziellen Route über Nekob fahren. Die letzten 30 Kilometer, nach der Abbiegung Richtung Agdz, am Ende des Draa-Tals ziehen wir rund 30 R5 hinter uns her, die hier zur Zeit ihre Spaß-Rallye in Marokko machen. So kommt auch der Radar-Polizist im nächsten Ort nicht auf seine Kosten, weil gerade nichts mit durchrasen ist. Wieder machen wir Halt in Agdz. Der Platz ist voll, aber wir können uns noch gut hinstellen. Gaelle, die französische Besitzerin, wundert sich, dass wir schon wieder da sind, aber natürlich freut sie sich auch. Uschi und Klaus machen mit ihr die Kasbah-Besichtigung, die ihnen genau so gut gefällt wie uns.

Es geht weiter über das immer noch aufgeräumte Ouarzazate, wo wir unseren Augen kaum trauen. Vor einigen Wochen standen hier zwar einige Mobile, aber heute ist der Platz gestopft voll. Wir sind total platt. Sogar bei der Wäscheleine und beim Abwasserloch stehen Fahrzeuge. Nach intensiver Suche finden wir dann ein Eck, in das wir sogar gemeinsam stehen können. Hier entpuppt es sich dann sogar noch als lauschig, weil wir gemütlich im 90-Grad-Winkel zueinander stehen. Unsere Vorurteile (wobei, Vorurteile sind ja selbst gemachte Erfahrungen, von denen hier nun sprechen) den französischen Wohnmobilisten gegenüber bestätigen sich wieder einmal. Sie stellen ihre Tische und Fahrräder auch auf die Durchfahrten, und es schert sie eine Dreck, ob sie damit andere behindern. 

Wir bleiben ungeplant einen Tag länger, Ouarzazate ist für uns wie für die anderen hier der Ausgangspunkt der Fahrt über den Atlas nach Marrakech. Am letzten Tag wollen wir noch mit dem Radl zum nahe liegenden Stausee fahren. Dann stellen wir fest, dass wir ja südlich des Atlas sind, hier gibt es fast keinen Tropfen Wasser mehr, nur vertrocknetes Gras, vom groß in der Karte eingezeichneten See ist nichts mehr zu sehen, nur ein kleiner Tümpel. Bei diesem Ausflug ist Claudi zu doof, aus ihrem rechten Klickpedal rechtzeitig herauszukommen und fällt – plumps – im rechten Winkel um. Autsch, volle Kanne auf’s Knie. Das tut ziemlich weh, wird gegen Abend auch ganz schön dick und die nächsten Wochen ist Treppensteigen leider nur im Einer-Rhythmus möglich, vor allem runterzus. Also linkes Bei zuerst, rechts nur auf die gleiche Stufe, weil das Anwinkeln über 90 Grad arg weh tut. Schmieren, schmieren, schmieren, erst nach zwei Wochen wird es wirklich besser sein.

Weil wir befürchten, dass der Platz in Marrakech auch so proppevoll ist, fahren schon um kurz nach sieben in der Früh los. Wir kommen gemütlich und bestens und bei fabelhaftem Wetter über den Atlas. Wir freuen uns, dass wir die Überfahrt nun auch mal bei Sonnenschein genießen können. Die großen LKW kommen zum Glück nicht in den engen Kurven entgegen. Wir machen Kaffeehalt in einem Straßendorf kurz nach der Passhöhe, da brutzeln schon die ersten Tajines, sehen viele in die Berglandschaft geschmiegte Dörfer, genießen den Wechsel von beige-braun über schnee-grau zu braunrot-grün, passieren Fossilienverkäufer und Eselgefährte, lassen die Schafherden queren und erfreuen uns an der ersten schönen Blüte. Daher gibt’s dieses mal auch g’scheite Bilder vom Atlas.
In Marrakech kommen wir zeitig an, zudem sind just an diesem Tag sehr viele WoMos abgefahren, wie wir hören. Wir können uns den Platz aussuchen. Für uns ist auch das wie die vergangenen Tage eine kleine Heimkehr und so stehen wir auch auf unseren Platz von Ende Januar und fühlen uns wohl. Wir machen einige Ausflüge in die Stadt, gehen mit Martin mal wieder zum Arzt. Die Suche nach der deutschen Ärztin im edleren Quartier Gueliz ist allerdings anstrengend. Wir haben uns zu sehr auf die Angaben im Reise-App verlassen statt einfach nur zu guhgeln. So müssen wir an vielen Ecken fragen und bekommen diverse, oft falsche Beschreibungen. Wir irren sage und schreibe eine Stunde durch die Straßen, bis wir dann genervt und verschwitzt endlich vor der richtigen Tür stehen. Die Dame ist etwas merkwürdig und vermittelt einem das Gefühl, dass sie nicht mehr auf der Höhe der Zeit ist. Egal, Auftrag erledigt, wir laufen zum elsässischen Bäcker einige Hundert Meter weiter, wo wir mit Uschi und Klaus verabredet sind.
Natürlich besuchen wir dann wieder die Altstadt, die Souks und den großen Platz. Weil die Saison vorgerückt ist und es inzwischen wärmer ist, lernen wir den Platz sowohl tagsüber als auch abends mit Menschenmassen kennen. Nun entfaltet er erst, was man von ihm erwartet. Er ist viel spannender und attraktiver als vor Wochen.
Unsere elektrisch ausfahrbare Treppe des Trolli ist schon seit einiger Zeit auf der von außen gesehen linken Seite weniger stabil. Man muss dazu sagen, dass uns von Beginn an wundert, dass beim ‚Zusammenfalten‘ rechts und links Muttern der Treppe auf die Muttern der am Fahrzeug angebrachten Halterung treffen. Und eben dort ist links schon immer ein kleines Hartgummistück von Hand angebracht, das die dortige höhere Lücke ausgleicht. Wie dem auch sei, seit Tagen bzw. Wochen bastelt Claudi an diesen Hartgummistücken herum, klebt Installateursband mehrfach drum herum zum Stärken. Schneidet schließlich ein Stück vom Wasserschlauch ab, teilt es längs, klebt oben und unten auf das Hartgummi ein Stück drauf, Band drumrum, jetzt müsste es doch mal wieder auf beiden Seiten gleich wenig nachgeben. Bei erneuter Inspektion der Treppe stellen wir dann mit Entsetzen fest, dass die am Fahrzeug angebrachte Aluschiene einen ordentlichen Riss hat. Ne, wie krass. Ist ja der Hammer. Nix, da wird jetzt gar nicht mehr drauf gestiegen, sonst fatzt die Treppe komplett auf der linken Seite runter und einer von uns verunfallt noch böse. So ein Kack aber auch, wie bekommen wir das denn nun repariert??

Wir schrauben alles auseinander, stellen einen Klappstuhl an den Eingang, auf dem die abgeschraubte Treppe ruht. Bei unserer nachmittäglichen Ausfahrt nehmen wir die auch abgeschraubte Schiene mit, in der Hoffnung, einen Ersatz oder Reparatur zu bekommen. Weil Klaus so gut französisch spricht und meint, der Taxifahrer kann sicher helfen, bittet er ihn um Hilfe. Der hält auf der Fahrt in die Stadt gleich an einer kleinen Werkstatt. Kopfschütteln, aber offenbar erhält er eine Empfehlung. Wir vereinbaren beim Aussteigen jedenfalls, dass er sich darum kümmern möge und uns das Ergebnis mitteilt, wenn er uns am Abend wieder abholt. Wir absolvieren derweil unser Programm, besuchen u.a. die alten, wunderschönen und gut erhaltenen Gräber der Saadier aus dem 17. Jahrhundert. So gut erhalten sind sie, weil die Nachfolgedynastie diese Gräber einmauerte, auch sonst alles vernichtete, um die Erinnerung an die Vorgänger auszulöschen. Erst 1917 entdeckten Franzosen die eingemauerten Gräber.
Ganz ehrlich, Höhepunkt ist natürlich unsere Rückfahrt, was ist mit unserer Aluschiene passiert? Mustafa packt uns ein und fährt los. Erst nach einigen Kilometern zieht er unter seiner Fußmatte die Schiene hervor, schaltet die Innenbeleuchtung ein und reicht das Teil Claudi. Ja mei, wie cool ist das denn? Die haben das doch tatsächlich alugeschweißt. Boah, wir sind total begeistert, die Seite, die an den Fahrzeugboden kommt, ist wie zuvor besprochen, aalglatt geschliffen, nichts mehr vom Riss zu sehen. Sieht stabiler aus als vorher. Es ist schon dunkel, daher muss der Test bis zum nächsten Tag warten. Wirklich spitze, das Teil passt hin und die Treppe hebt bombenfest und ist wieder gerade bei Belastung. Wir müssen Mustafa’s Angebot, die Schiene zur Nacharbeit nochmal abzuholen, nicht annehmen, bedanken uns aber per sms nochmals ganz herzlich bei ihm. Er (bzw. der Reparateur) wollte 30 Dirham für seine Arbeit, also keine 2,70 EUR. Das war uns zu wenig, weshalb wir einfach mehr gezahlt haben, auch fürs Taxi am Abend, das Mustafa, weil wir bereits Kunden sind, wie er sagt, günstiger berechnete.
Wir können unser Glück kaum fassen. Wir haben mit vielem gerechnet, aber nicht damit, dass uns in Marokko jemand innerhalb kürzester Zeit diese Schiene aluschweißen kann.
Jetzt sind wir nur noch gespannt, was der Hersteller zum Riss sagt, das erfahren wir im Frühjahr irgendwann.
Unserer Weiterreise Richtung Atlantik und Casablanca steht nichts mehr im Weg. Eingeweihte wissen ja, dass der bekannte Film eben nicht hier gedreht wurde. Und so wissen eingeweihte Marokkofahrer auch, dass Casablanca nicht wirklich viel hergibt. Schon die Anfahrt bzw. Vorbeifahrt (wir wollen nach Mohammedia nördlich der Stadt) ist grauslig. Viel Verkehr, stinkende Luft, gelbbraune Wolken, Fabrikschlote, Industriegebiete, und noch mehr Müll also ohnehin fast überall. Alles andere als einladend. Der erste Platz ist sehr klein und entsprechend voll, weshalb wir 2 km weiterfahren. Das war gut so, hier haben wir Platz und stehen fast direkt am Meer. Der Taxifahrer, der uns am nächsten Mittag nach Casablanca fahren soll, dort an die 3-4 sehenswerten Dinge, hat dazu offenbar keine Lust. Einzig die einen Ausflug lohnende Hassan II Moschee fährt er an, ist sie doch sehr schön und spektakulär. Allerdings auch total bekloppt. Da hat sich der Opa des heutigen Königs ein fettes, irrsinnig teures Denkmal gesetzt, das zudem bis heute nicht einmal für Gebete genutzt wird. Aber der war ja auch sonst nicht so toll, war ein echter Menschenschinder, hat wahrscheinlich gehofft, sich so von seinem Gott freikaufen zu können…
Wieder zu Hause stellen wir fest, dass Casablanca sehr wohl einen Jachthafen hat, der Taxler uns aber partout nur vor die verschlossenen Tore des Fähr- bzw. Industriehafens gefahren hat. Nun ja, nicht ganz so schlimm, wir haben so viel gesehen die ganzen letzten Tage und Wochen und wie gesagt, man muss nicht in Casablanca gewesen sein, wie wir finden.
Inzwischen haben wir parallel zu Uschi’s und Klaus Rückreise auch ein Ticket für Tanger-Tarifa gebucht. Unser letzter Halt zuvor ist Assilah. Das aufgeräumte und spanisch anmutende Städtchen ist hübsch, man kann gemütlich und recht unbehelligt durch die Gassen schlendern. Vom Stellplatz kann man das nicht sagen. Da wird man gleich bei Ankunft von diversen Händlern überfallen, wir sollen Uhren, Gebäck, Erdnüsse oder sonst etwas kaufen. Ist ja klar, dass die hier ihre Geschäfte machen wollen. Aber dass sie einfach nicht begreifen, dass diese Überfalle, wenn man noch nicht mal die Handbremse angezogen hat, nicht wirklich hilfreich fürs Geschäft sind.
Zum Abschluss gehen wir nochmals gemeinsam essen und haben Glück bzw. Uschi und Klaus eine gute Nase. Wir essen frischen, leckeren Fisch im nahe gelegenen Restaurant Pepe.
Vor allem die Windvorhersage der letzten Tage macht uns etwas Sorgen. Bei diesem Gepuste wollen wir nicht auf der Fähre sein bzw. wir fragen uns, ob sie überhaupt fährt. Wir erfahren vom Fährbetreiber, dass wir auch früher fahren können, wenn die Fähre denn überhaupt fährt. Deshalb entschließen wir uns, am 9. statt am 10. März zu fahren. Der Wind nimmt dieser Tage immer mehr zu. Ganz früh verabschieden wir uns von unseren Teilzeitmitreisenden Uschi und Klaus, verabreden einen Besuch in Karlsruhe im Frühjahr und machen uns auf die Socken, vielleicht lassen sie die erste Fähre des Tages noch durch. Da die heutige Fahrt nicht gebucht ist, wollen wir früh in Tanger Ville am Hafen sein. Wir sehen zur Zeit so viele WoMos, dass wir nicht sicher sind, ohne Reservierung einen Platz zu bekommen. Das klappt auch gut, wir sind bereits nach knapp 1 1/2 stündiger Fahrt gegen 8 Uhr dort. Auf dem Weg zum Hafen wirft sich ein marokkanischer Ticketverkäufer nahezu vors Auto, er wedelt und winkt ab und springt uns wirklich auf die Fahrbahn. Wir drosseln etwas, wollen aber nicht anhalten, weil das das bereits bekannte Spiel der hiesigen Burschen ist. Er flippt regelrecht aus, weil wir nicht anhalten und brüllt ins Fenster ‚closed closed fermé‘. Jaja, das denken wir uns bereits, wir wollen dort etwas fragen, das beruhigt ihn tatsächlich. Am ersten Kontrollhäuschen zum Hafen wird uns dann bestätigt, der Hafen ist geschlossen, hier fährt heute den ganzen Tag nicht ein Schiff. Aber wir dürfen dort parken und klären, wann wir wo fahren können. Das ist ganz einfach, der Mitarbeiter der Fährgesellschaft schickt uns in den 40 km entfernten großen Hafen Tanger Mediterranée. Dort sollen wir mit unserem Ticket die nächste Fähre nehmen. Gesagt, getan, ab in den Trolli und nach Tanger Med gedüst. Naja, düsen können wir nicht, es windet brutal und wir müssen den Trolli richtig festhalten, so wackelt er in der Spur. Tanger Med haben wir ja bereits bei unserer ersten Fahrt nach Ankunft hier in Marokko passiert. Nun fahren wir hinein. Wie schön, das klappt tatsächlich alles ohne Probleme. Helfer wimmeln wir ab. Am Ticketschalter, der sich dort befindet, wo noch viel Baustelle ist, bekommen wir aktuelle Tickets. Die Fähre hier, die kein Katamaran, sondern ein normales, mittelgroßes Fährschiff ist und deshalb trotz Wind fahren kann, sollte um 8 Uhr loslegen, braucht aber noch Zeit. Es ist jetzt halb zehn, wir können dort noch mit. Also schnappen wir unsere frischen Tickets, füllen das Ausreisepapier aus und reihen uns ein in die Schlange bei Polizei und Zoll. Wir können passieren, werden dann noch mit vier anderen Fahrzeugen auf eine Rampe gestellt. Dort fährt ein technisch hoch ausgerüsteter Röntgen-LKW an der Schlange vorbei und durchleuchtet die Fahrzeuge. Da müssen wir uns keine Sorgen machen, wir haben nichts zu verstecken. Bevor wir dann im Hafen selbst auf unsere Fähre dürfen, fahren erst die Pkws hinein nach oben und werden noch viele LKW-Anhänger mit den hafeneigenen Zugfahrzeugen und sonstige LKW aufs Schiff gefahren. Hmmm, das sind jetzt aber schon arg viele, passen wir da nachher noch rein? Wir glauben schon, man kann uns ja nicht hierher lotsen und dann doof stehen lassen. Es wird voller und voller. Und dann sind wir doch auch noch dran, wir müssen rückwärts aufs Schiff, aber nahezu ebenerdig und die Rangierhelfer können ihre Arbeit und winken uns passgenau in unsere Ecke vorne rechts. Prima, das hat doch mal geklappt, von der Aussicht, in Tanger womöglich mehrere Tage warten zu müssen (der Wind nimmt noch zu) zur Tatsache, dass wir nun schon oben an der Reling stehen und einen letzten Blick zurück werfen. Tja, Marokko, adieu. Hoffentlich sehen wir uns wieder. Das war ein toller Ausflug und Abweichler von unserer Route. Wir haben nicht einen Tag bereut. Trotzdem freuen wir uns nun auch auf Europa. Wenn man sich mal entscheiden hat, freundet man sich mit der Heimkehr an. Außerdem treffen wir wieder Ute und Peter in Casares in deren Wohnung. Das sind doch tolle Aussichten, denn selbstverständlich ist es nicht, dass die beiden in Spanien sind. Sie pendeln nämlich gerade hin und her, da sie wieder in der Gastronomie aktiv sind. Ende vergangenen Jahres hat sich das bereits aufgetan, und inzwischen ist es soweit. Zusammen mit langjährigen Freunden aus der Stuttgarter Alte Kanzlei Zeit betreiben sie nun die Alte Wache in Ostfildern im Scharnhauser Park an der Landschaftstreppe. Da war zu Jahresbeginn unglaublich viel Arbeit zu tun, der ganze Laden wurde renoviert, Gastraum, Küche, Bar, alles und ist jetzt total schön geworden. Und: man kann dort endlich wieder gut essen. Wer mag: www.alte-wache-ostfildern.de – die Internetseite ist übrigens in Marokko entstanden 😉
Die Überfahrt verläuft auf dem großen Schiff reibungslos. Nachmittags um halb drei sind wir wieder auf europäischem Boden. Die Heimkehrfreude wird aber gleich vom unfreundlichen spanischen Zöllner getrübt. Wir winken ihm zu und verstehen sein Zurückwinken mit dem Zeigefinger als Zeichen, dass wir durchfahren können, was wir langsam tun. Dann ruft er uns zu, dass wir anhalten sollen. Er kommt ans Fenster und fragt, warum wir nicht angehalten haben, was wir entsprechend erklären. Warum wir nicht angehalten haben, er stand dort hinten und muss nun 3 m weiter vor laufen. Nochmal erklären wir unsere Durchfahrt. Aber er hat hat kein Einsehen und fragt erneut. Zum Glück sind wir noch entspannt und bleiben ruhig. Nun möchte er einen Blick in den Trolli werfen. Aber gerne doch. So langsam ist Claudi noch nie ausgestiegen und um das Fahrzeug gelaufen. Sie öffnet es langsam. Ob man die Treppe herunterlassen könne, fragt der Zöllner. Natürlich, wollen sie eintreten? Bitte, gerne. Er steigt hoch, schaut sich um, fragt noch nach Tieren und lässt es dann dabei bewenden. Als er erfährt, dass wir nicht auf der Durchreise sind, sondern noch einige Zeit hier in Spanien bleiben, wird er sanfter. Nochmals erklären wir, dass das Durchfahren nur ein Missverständnis war. Nun ist er freundlich und wiegelt ab, sei alles nicht so wild. 

Boah, was ein Arsch, Typ spanischer Macho, aber egal.
Wir wollen uns nicht ärgern lassen, stellen aber fest,
dass uns das in Marokko drei Monate lang mit keinem
Beamten passiert ist.
Im Gegenteil, die waren immer ausnehmend freundlich.
Gut, gut, vorbei, wir fahren zur Gastankstelle und dann zu Ute und Peter, wo wir einige Tage verbringen, lesen, einkaufen, im chiringuito La Sal mehrfach lecker Gambas PilPil essen und am Strand spazieren. Hier die letzten Marokkobilder.