Lebenszeichen

Jaja, es gibt uns noch.
Unser üblicher Deutschland-Aufenthalt einmal im Jahr hat sich etwas verlängert. Nach kleinen, harmlosen Arztterminen musste Claudi am Auge den grauen Star operieren lassen. Schwupp war es November/Dezember.
Dann hat sich leider Martin’s Mutter Mimi den Oberschenkelhals gebrochen. OP lief gut, aber die Narkose hinterlässt bei einer 90-jährigen doch ihre Spuren. Hinzu kamen eine Lungenentzündung und Bakterien. Wochenlang waren wir jeden Tag im Krankenhaus. Dann ging es in die Kurzzeitpflege. Sicher nicht das beste Heim, aber Mimi hat sich sehr aufgerappelt und schließlich gut dort eingelebt. Eine Rückkehr in die Wohnung ohne Betreuung ging trotzdem leider keinesfalls. Selbständiges Gehen kam nicht mehr in Frage. Nach 10 Tagen im endgültigen Heim hat sich Mimi dann im Februar leider trotz guter Entwicklung verabschiedet. Das war nicht ihres und sie wollte wohl nicht mehr. Wir vermissen sie immer noch sehr.
Wir waren dann überdies in familiären Angelegenheiten gut eingespannt, eine Winter-/ Frühjahrstour war nicht mehr in Aussicht. So plätscherte die Zeit vor sich hin.
Claudi begann schließlich, in der Alten Wache im Scharnhauser Park (Restaurant des Bruders) in der Küche auszuhelfen. Das war richtig Arbeit, hat aber Spaß gemacht und war mal etwas anderes.
Inzwischen haben wir unser Lager geräumt und unsere Habseligkeiten in die vor zwei Jahren gekaufte und jetzt fertig gestellte Wohnung in München gebracht. So richtig einziehen werden wir erst im Herbst/Winter. Zuvor wird noch das weitere Enkelchen empfangen, Jenny steht kurz vor der Geburt. Dieses Mal sind wir dabei.
Dann schauen wir nochmals kurz in München vorbei, begutachten die dann eingebaute Küche und düsen dann noch einige Wochen ab.
Wie das ausschaut, lassen wir Euch hoffentlich ab ca. August wissen.

Nach 3.700 km Ukraine…

Henitschesk Asowsches Meer

Henitschesk Asowsches Meer

In Henitschesk also faulenzen wir einen Tag. Leider ist das Meer viel langweiliger als in Berdjansk und der Sand nicht so wie dort, viele klitzekleine Muscheln. Es ist sandiger und mindestens genauso windig, schon das Handtuch hinzulegen, ist eine Kunst. Wenn es dann liegt und man selbst auch, ist alles voll Sand. Wir begnügen uns mit einem Gang ins Meer. Es geht flach hinein und dauert ewig, bis man nicht mehr stehen kann. Aber prima ist, dass Martin tatsächlich eine Steckdose entdeckt. Er sieht, wie der eine von zwei Nachbarn am nächsten Tag sein Kabel aufwickelt. Kabel = Steckdose.

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Herzlichkeit und Krieg – so nah beieinander

Motiv im DetailDann fahren wir nochmal so richtig über Land. Erst einen Teil der vorgestrigen Strecke (zum Glück der bessere dieser Route) zurück, dann ab nach Osten Richtung Petrykiwka, ausgeschildert als Provinzstraße, die sich alles in allem besser als die vorige Hauptstraße fährt. Weites Land, ab und zu kleine Dörfer, Ziegen, Pilzverkäufer am Straßenrand. Offenbar geben die Wälder unendlich viele Pilze her, Berge davon haben die Sammler aufgehäuft. Auch Gemüse, vor allem riesengroße Paprika, gibt es in Mengen. Ach, und Wassermelonen, Wassermelonen, Wassermelonen. 

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